Peer Review

1. Qualitätssicherung - Peer Review-Verfahren

Um die Qualität, Aktualität und Relevanz unserer wissenschaftlichen Publikationen zu gewährleisten, unterzieht der Verlag Holzhausen - gemäß den Bestimmungen des FWF - die eingegangenen Manuskripte einem internationalen Begutachtungsverfahren. Dieses ermöglicht die Einhaltung wissenschaftlicher Standards und garantiert die inhaltliche sowie formale Qualität der Werke.

Im Zuge der "Verlagszertifizierung" durch den FWF wird ein wissenschaftlicher Beirat eingerichtet, welcher dem Verlag als unabhängiges Beratungsgremium für die Auswahl von GutachterInnen zur Seite steht. Das Scientific Advisory Board wird aus internationalen ExpertInnen im jeweiligen Fachbereich bestehen. Pro Fachbereich (Altertumswissenschaften, Historische Wissenschaften, Kunstwissenschaften, Literatur- und Sprachwissenschaften, Philosophie, Theologie und Kulturwissenschaften, Sozialwissenschaften, usw.) werden mindestens drei WissenschaftlerInnen als Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates nominiert. Die Beiräte werden für eine Funktionsperiode von fünf Jahren ernannt, mit der Möglichkeit einer einmaligen Verlängerungsmöglichkeit vonseiten des Verlages bzw. der HerausgeberInnen. Das Scientific Advisory Board wird die eingereichten Exposés einem ersten Screening unterziehen. Fällt dieses positiv aus, nennen die Beiräte im nächsten Schritt potentielle Peer-Review-GutachterInnen, welche für das jeweilige Manuskript zur Begutachtung infrage kommen. Diese Empfehlung ist für den Verlag bindend. Das Scientific Advisory Board nennt nach Möglichkeit vier ExpertInnen. In weiterer Folge werden die ersten zwei genannten ExpertInnen vom Verlag kontaktiert und ersucht, die Begutachtung des jeweiligen Manuskriptes vorzunehmen. Können die ersten zwei GutachterInnen (aus zeitlichen oder anderen Gründen) das Gutachten nicht übernehmen, werden die anderen zwei genannten ExpertInnen angefragt. Als potentielle Peer-Reviewer werden ausschließlich internationale ExpertInnen aus dem jeweiligen Fachbereich herangezogen.

2. Richtlinien bei der Auswahl der GutachterInnen

Es werden folgende Richtlinien berücksichtigt, um die Unbefangenheit der Beurteilung sicherzustellen und eine gegenseitige berufliche, finanzielle oder persönliche Verpflichtung/Befangenheit auszuschließen:

  • AutorIn und BegutachterIn dürfen nicht im selben Land tätig sein
  • Als GutachterInnen können ausschließlich WissenschaftlerInnen fungieren, die nicht in Österreich tätig sind
  • Waren GutachterInnen in der Vergangenheit in Österreich tätig, dürfen sie erst nach mindestens fünf Jahren Abwesenheit aus Österreich begutachten
  • In den vergangenen fünf Jahren darf es keine Zusammenarbeit (Forschungsprojekt, Publikation, gemeinsames Wirken an derselben Forschungseinrichtung) zwischen AutorIn und GutachterIn gegeben haben
  • AntragstellerInnen können eine Negativ-Liste möglicher GutachterInnen erstellen, die grundsätzlich andere wissenschaftliche Standpunkte vertreten und daher ebenfalls als befangen gelten
  • Zwischen GutachterIn und AntragstellerIn (inkl. MitarbeiterInnen) dürfen keine anderen berufliche und/oder persönliche Nahverhältnisse bestehen, die gegenüber unbeteiligten Dritten den Anschein der Befangenheit erwecken könnten
  • Weitere Informationen zum Thema Gutachten: http://www.fwf.ac.at/de/forschungsfoerderung/antragstellung/selbststaendige-publikationen

3. Ablauf - Vertragsabschluss

Mindestens zwei ExpertInnen werden ersucht, wissenschaftliche Beurteilungen zu erstellen und diese dem Verlag Holzhausen zu übermitteln. Wenn es seitens dieser Peer Review-Gutachten und des Lektorats zu keiner Überarbeitungsempfehlung kommt, werden Publikationszusage, Lektorat, Produktion, Druck und Vertrieb in einem Vertrag festgelegt. Empfehlen Peer-Reviewer und/oder das Lektorat Überarbeitungen bzw. werden Kritikpunkte geäußert, so werden AutorInnen über diese informiert. Erst nach Überarbeitung des Werkes bzw. Einarbeitung der Korrekturen erfolgt die Publikationszusage.

4. Habilitationen und Dissertationen

Bei Habilitationen und Dissertationen wird um eine Kopie der Erst- und Zweitgutachten des Betreuers bzw. der Betreuerin ersucht. Für eine Veröffentlichung im Rahmen der Reihen: "Habilitationen" und "Dissertationen" werden Arbeiten mit der Benotung "Summa cum laude" und "Magna cum laude" bevorzugt. Bei Arbeiten aus Natur- und Wirtschaftswissenschaften ist ein anwendungsorientierter Bezug ausschlaggebend. Die Qualitätssicherung in den Reihen "Habilitationen" und "Dissertationen" erfolgt jedenfalls durch internationales Peer Review-Verfahren, entsprechend Qualitätskriterien im Pkt. 1 und im Einklang mit Peer Review-Richtlinien des FWF.

5. (Fremdsprachen-)Lektorat

Wissenschaftliche Publikationen werden obligatorisch lektoriert. Der Verlag arbeitet hier ausschließlich mit ausgewiesenen ExpertInnen aus dem jeweiligen Forschungsbereich.

6. Open Access & Lizenzmodelle

Der Verlag veröffentlicht jede durch den FWF geförderte "Selbstständige Publikation" gleichzeitig in "Open Access", welches die Weiterverwendung und Verbreitung von Inhalten gewährleistet. Die geförderten Publikationen werden gleichzeitig der FWF-E-Book-Library zu Verfügung gestellt sowie mit einem DOI (Digital Object Identifier) versehen. Die geltende Creative Commons-Lizenz für durch den FWF geförderte Publikationen: "Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)". Weitere Informationen zur Open Access Policy des FWF finden Sie hier

7. Kontakt und Maunskripteinsendungen

Bei Fragen und für Maunskripteinsendungen steht Ihnen unser Haus gerne via E-Mail oder telefonisch (0043/1/740-95-184) zur Verfügung.